Überwachungskamera – alle Fakten auf einen Blick

Überwachungskamera von Abus

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Die Zahl der Einbrüche in Deutschland steigt kontinuierlich an. Für ein erhöhtes Sicherheitsempfinden entscheiden sich immer mehr Menschen, indem sie  anbringen oder eine Alarmanlage einbauen. Doch es gibt gerade bei der Überwachungskamera zahlreiche Fehler, die vermieden werden sollten, wir klären über die wichtigsten Fehler auf.

 

Wie sinnvoll ist die WLAN-Cam?

Bei den Überwachungskameras finden sich zahlreiche Varianten. WLAN Cams und Funk Überwachungskameras erfreuen sich großer Beliebtheit. Eine solche Outdoor Überwachungskamera kann einfach installiert werden, der oft gefürchtete Kabelsalat bleibt außen vor. Allerdings lassen die Bilder gerade bei einer sehr günstigen Funk Überwachungskamera zu wünschen übrig. Häufig sind die Bilder nicht durchgehend störungsfrei oder klar genug.

Ein weiteres Problem, insbesondere bei großen zu überwachenden Bereichen, sind die Reichweiten einer WLAN Cam. Sie liegen meist nur bei maximal zehn Meter und bereits nach zwei Wänden, die das Signal durchdringen muss, ist in der Regel Schluss. Zudem sind die genutzten Frequenzen durch das heimische WLAN-Netz bereits belegt, so dass die Bilder stellenweise aussetzen können und die WLAN-Verbindung insgesamt verlangsamt wird. Deshalb denken Sie daran, dass das WLAN Signal eventuell durch einen Repeater verstärkt werden muss, um eine gute Aufnahme zu bekommen.

 

Welche Auflösung braucht die Überwachungskamera außen?

Für den privaten Bereich und im Kleingewerbe sind Überwachungskameras mit zwei Megapixeln Auflösung völlig ausreichend. Höhere Auflösungen zwischen vier und acht Megapixel lassen sich mit einer IP Kamera Outdoor erzielen. Diese werden über das LAN-Kabel angeschlossen. Sinnvoll ist eine solche IP Kamera Outdoor vor allem bei großen Grundstücken, die überwacht werden sollen sowie bei gewerblichem Einsatz. Außerdem können die IP Kameras sinnvoll sein, wenn die Bildübertragung ohnehin über das vorhandene LAN-Netzwerk erfolgen soll.

Braucht die Überwachungskamera HD Auflösung?

Ja, auf jeden Fall. Im Handel werden zwar nach wie vor sehr günstige Überwachungskameras angeboten, diese basieren aber auf den veralteten PAL- oder SD-Technologien. Die VGA-Auflösung beträgt gerade einmal 640 x 480 Pixel, das sind nicht einmal 0,4 Megapixel. Das Problem bei diesen Überwachungskameras besteht darin, dass Gesichter und Ereignisse schlecht bis überhaupt nicht zu erkennen sind.

Kann ich eine Wildkamera als Überwachungskamera außen verwenden?

Nein, eine Wildkamera sollte generell nicht als Outdoor Überwachungskamera genutzt werden. Diese ist nicht geeignet für die sicherheitsrelevanten Anwendungen, für die moderne Überwachungskameras stehen sollen. Die Wildkamera löst generell zu langsam aus und es werden lediglich einige wenige Bilder geschossen. Gleichzeitig ist der Aufnahmebereich zu schmal und nah. Würde die Wildkamera als Überwachungskamera mit Bewegungsmelder eingesetzt, bestünde eine große Gefahr, dass lediglich leere Bilder entstehen.

Überwachungskamera mit Aufzeichnung – worauf achten?

In der Regel arbeiten moderne Überwachungskameras mit Bewegungsmelder und Aufzeichnung. Hierbei sollten Käufer auf den Vor- und den Nachalarm achten. Dieser sorgt dafür, dass die Bilder bei einer registrierten Bewegung bereits einige Sekunden vor der Bewegung (Voralarm) und einige Sekunden danach (Nachalarm) durch die Überwachungskamera mit Aufzeichnung auf Festplatte gespeichert werden. So können zuverlässige Bilder entstehen.

Überwachungskamera mit Aufzeichnung in der Cloud?

Von dieser Form der Überwachungskamera-Aufzeichnungen raten Experten ab. Häufig sind die Bandbreiten für den Upload nicht ausreichend groß. Die Qualität der von der Überwachungskamera aufgezeichneten Bilder wird reduziert und sie erscheinen unscharf. Videos werden stellenweise verkürzt oder gar unterbrochen. Zudem stehen sie oft nur für wenige Stunden zur Verfügung oder lassen sich nicht zusammenhängend abspeichern. Außerdem kommt es bei Heimanschlüssen alle 24 Stunden zu einer Unterbrechung,
um eine neue IP-Adresse zu generieren. Auch aus diesem Gesichtspunkt gelten Aufzeichnungen in der Cloud als unzuverlässig für die Überwachungskamera-Aufzeichnung. Ebenso wenig erscheint es Experten sinnvoll, die Bilder der  auf den heimischen PC zu spielen. Dieser wird in der Regel für Spiele und Büroanwendungen genutzt und ist damit bereits ausgelastet. Gleichzeitig müsste er im Dauerbetrieb laufen und selbst dann ist er nicht zuverlässig, weil er abstürzen kann. Nicht zu vergessen ist auch der Stromverbrauch des Computers im Dauerbetrieb, der die Haushaltskasse belastet.

Langzeitrekorder und Festplatte für Überwachungskamera sinnvoller

Wesentlich sinnvoller ist die Aufzeichnung der Bilder der Überwachungskamera mit einem Langzeitrekorder oder die Überwachungskamera mit Aufzeichnung auf Festplatte. Diese Kameras zeichnen nur dann auf, wenn ein Ereignis stattfindet. Sie arbeiten energieeffizient und zeichnen alle Bilder ohne Verluste auf. Die Rekorder selbst weisen eine sehr geringe Größe auf. Daher können sie unschwer so angebracht werden, dass auch Diebe sie nicht sehen.

Was können Überwachungskameras mit Aufzeichnung auf Festplatte noch?

In der Regel bieten die Überwachungskameras mit Aufzeichnung auf Festplatte noch einige weitere Vorteile:

  • Monitor lässt sich an Rekorder anschließen, dadurch können Bilder bequem auf einem großen Bildschirm angesehen werden.
  • Bestimmte Ereignisse lassen sich zur Beweissicherung auf einen USB-Stick oder ähnliches ziehen.
  • Live-Bilder können über den Fernzugriff mittels Netzwerk und Internet angesehen werden.

Überwachungskamera Set kaufen oder selbst zusammenstellen?

Im Handel gibt es die Möglichkeit, verschiedene Überwachungskamera Sets zu kaufen. Sie bestehen aus vier, acht oder gar 16 Überwachungskameras. Bei klassischen Sets werden alle Kameras identisch ausgeführt sein. Bei einem Haus, das an allen vier Ecken gesichert werden soll, ist das sinnvoll. Ansonsten lohnt es sich jedoch eher, seine Videoüberwachung mit einem individuell zusammengestellten System durchzuführen. Hier können die Kameras den individuellen Bedürfnissen angepasst ausgewählt werden.

Überwachungskamera außen – auf den Schutzgrad achten

Die meisten Überwachungskameras werden außen angebracht. Sinnvoll ist dies, da Einbrecher schon beim Betreten des Grundstücks gefilmt werden und entsprechend reagiert werden kann. Allerdings muss man beim Kauf einer Außen Überwachungskamera auch sehr genau darauf achten, dass diese für den Einsatz im Außenbereich geeignet ist. Der Schutzgrad spielt hier eine entscheidende Rolle. Mindestens sollten Outdoor Kameras die Schutzklasse IP65 aufweisen. Das heißt, dass sie staubdicht und wasserabweisend sind. Besser sind jedoch Überwachungskameras für den Außenbereich mit Schutzgrad IP66, der für besonders wasserabweisende Modelle steht.

Welche Bauform sollte die Überwachungskamera außen haben?

Bevor man sich für eine Überwachungskamera entscheidet, sollte man sich auch mit den einzelnen Bauformen näher befassen. Je nach Montageort eignen sich unterschiedliche Kameras. Klassische Anwendungsbeispiele sind Überwachungskameras für die

  • Decke,
  • Wand, den
  • Innenbereich, den
  • Außenbereich und die
  • verdeckte oder offene Installation.

Für den Innenbereich eignen sich Domekameras in Weiß oder Silber sehr gut. Sie können an Wänden und Decken sehr unauffällig angebracht werden. Diese können auch für die Videoüberwachung der Haustür eingesetzt werden. Im Außenbereich haben sich eher klassische Outdoor Überwachungskameras durchgesetzt, die mit einem Wandarm ausgestattet sind. Sie überzeugen mit einer optimalen Ausrichtungsmöglichkeit einerseits und einer starken Nachtsicht. Die Gehäuse sind größer, so dass mehr Nachtsicht-LEDs eingebaut werden können. Für die verdeckte Anbringung eignen sich dagegen Minikameras. Allerdings sind diese nicht als klassische Nachtsicht Kamera erhältlich.

Welcher Blickwinkel ist der Richtige?

Wer sich für die Überwachungskamera entscheidet, sollte auch auf den Blickwinkel bzw. die Brennweite achten. Wichtig ist dies, damit der Erfassungsbereich, den die Überwachungskamera außen abbilden soll, auch vollständig abgebildet werden kann. Ideal sind moderne Überwachungskameras, die eine individuelle Einstellung des Blickwinkels zulassen. Kosten und Größe der Kameras unterscheiden sich bei modernen Modellen kaum noch von denen, die einen festen Blickwinkel aufweisen.

Welcher Blickwinkel für welchen Bereich?

Der Blickwinkel hängt auch davon ab, welchen Bereich die Outdoor Überwachungskamera erfassen soll. Im Nahbereich haben sich Brennweiten zwischen 30 und 100 Grad etabliert. Diese können je nach Nachtsichtfähigkeit und Kameraart bis zu zehn Meter weit reichen. Der Fernbereich ist mit bis zu 30 Metern angegeben. Hier sollte der Blickwinkel bei 30 bis 15 Grad liegen. Für den Super-Fernbereich, der eine Strecke bis 80 Meter umfasst, sind Blickwinkel von 30 bis fünf Grad empfehlenswert.

Wie wichtig ist eine Nachtsicht Kamera?

Wichtig bei der Auswahl der geeigneten Überwachungskamera ist ebenfalls die Frage danach, ob sie nachtsichtfähig sein soll. Vielfach verlassen sich unerfahrene Käufer auf die Angaben der Hersteller. Dort heißt es aber oft, dass 30 kleine, in die Überwachungskamera integrierte LEDs Bereiche bis zu 50 Meter ausleuchten sollen. 30 kleine LEDs erreichen jedoch eine Leistung von gerade einmal drei Watt. Sie können maximal einen Bereich von drei Meter gut ausleuchten. Für eine gute HD-Nachtsicht haben sich folgende Varianten bewährt:

 

Anzahl der LEDs Entspricht einer Leistung von Kann folgende Bereiche gut ausleuchten
30 3 Watt 3 Meter
50 5 Watt 5 Meter
70 7 Watt 10 Meter
100 10 Watt 15 Meter
200 20 Watt 25 bis 40 Meter (abhängig vom Leuchtwinkel)
300 30 Watt Bis 80 Meter maximal

 

Die richtige Positionierung der Überwachungskamera Outdoor

Wichtig ist ebenfalls, dass die Überwachungskamera mit Aufzeichnung auf einer günstigen Position angebracht wird. Wer die Kamera zu hoch anbringt, sieht alles nur aus der Vogelperspektive. Die Bilder als solches sind unscharf, das Erkennen von Personen wird nahezu unmöglich. Zudem sind Nachtsicht Kameras, die zu hoch angebracht werden, nachteilig, weil sie nur eine punktuelle Ausleuchtung direkt nach unten bieten und nicht die Fläche weitläufig ausleuchten können.

Warum eine niedrige Installation von Überwachungskameras sinnvoller ist

Je niedriger die Überwachungskamera angebracht wird, umso günstiger ist es für evtl. notwendige Ermittlungen. Durch eine niedrige Positionierung können optimale Perspektiven zur Personenerkennung realisiert werden. Auch gelingt eine weite Nachtausleuchtung. Trotzdem muss eine Mindesthöhe für die Anbringung der Überwachungskamera eingehalten werden, damit diese nicht von Dieben einfach sabotiert werden kann.

Welche Überwachungsbreite eignet sich?

Auch die Wahl der Überwachungsbreite ist entscheidend. Vielfach scheint es vermeintlich günstiger, eine einzelne Dome- oder Wandkamera einzusetzen. Diese sollen den gesamten Bereich von 180 bis 360 Grad überwachen. Zwar gibt es grundsätzlich Überwachungskameras, die diese Panorama-Leistungen bieten, doch in den allermeisten Fällen geht das zu Lasten der Tiefenschärfe. Personen werden nur in unmittelbarer Nähe der Kamera (etwa 1,50 bis 2,50 Meter) so erfasst, dass man sie identifizieren kann.

Mehrere Überwachungskameras einsetzen

Damit eignen sich Panoramakameras lediglich für einen sehr kleinen zu überwachenden Bereich, etwa direkt über dem Verkaufstisch angebracht. In allen anderen Fällen sollten mehrere Abus Kameras eingesetzt werden, so dass der zu überwachende Bereich in mehrere Zonen aufgeteilt wird. Bei Geschäften ist es ratsam, eine leistungsfähige Überwachungskamera an den Ein- und Ausgangsbereichen, über den Kassen und bei Einfahrten und Kreuzungen anzubringen. So können Fahrzeuge und Personen detailliert erfasst werden.

Was bringen motorisierte Überwachungskameras?

Mittlerweile finden sich auf dem Überwachungskamera-Markt auch motorisierte Modelle. Diese drehen sich ständig. Sie versprechen eine Rundum-Erfassung der überwachten Bereiche. Wenn man aber einmal logisch nachdenkt, ist dies gar nicht möglich:

  • Bei Erfassung eines Bereichs bleibt ein anderer Bereich unerfasst. Das können Eindringlinge für sich nutzen.
  • Motorisierte Kameras können nicht als Überwachungskamera mit Bewegungsmelder genutzt werden, da sich das Bild dauernd bewegt.
  • Durch die ständige Drehbewegung ist ein zügiger Verschleiß der Überwachungskamera quasi vorprogrammiert.

Daher ist es für eine umfassende Erfassung der Überwachungsbereiche auch hier unbedingt anzuraten, mehrere Überwachungkamera-Zonen einzurichten und mehrere Überwachungskameras einzusetzen.

Strom für Überwachungskamera frühzeitig einplanen

Wie eingangs erwähnt, sollte man bei Überwachungskameras außen auf kabelgebundene Systeme setzen, da diese einfach leistungsfähiger sind. Sinnvoll ist es deshalb, beim Neubau eines Hauses die entsprechende Verkabelung gleich mit zu verlegen. Bei bestehenden Häusern muss die Verkabelung meist neu gelegt werden, was mit hohen Zusatzkosten einhergehen kann.

Nichts hören, alles sehen – Grundsatz für Überwachungskamera

Viele Menschen, die sich für die Überwachungskamera interessieren, suchen gezielt nach Modellen mit Tonübertragung. Diese sind am Markt durchaus erhältlich, bringen dem Einzelnen aber wenig. Die gesetzlichen Vorschriften untersagen versteckte Tonaufzeichnungen. Die mit der Überwachungskamera außen erstellten Aufnahmen verlieren dann im Verhandlungsfall ihre Beweiskraft. Laut Gesetz darf bei unerlaubter Tonaufzeichnung keine Auswertung mehr durch einen Richter erfolgen.

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