Die wichtigsten Anwendungsbereiche der Überwachungskamera

Überwachungskamera und ihre Anwendungsbereiche

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Die Überwachungskamera dient in erster Linie dem Einbruchschutz, der Abschreckung von Einbrechern sowie dem Aufklären bereits begangener Straftaten. Dabei kann eine oder innen gleichermaßen viele weitere Aufgaben übernehmen. Wir haben die wichtigsten Anwendungsbereiche der Kamera Überwachung zusammengestellt.

Überwachungskamera außen für öffentliche Plätze

Immer häufiger findet sich die Überwachungskamera außen auf öffentlichen Plätzen, Bahnhöfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder an Schulen. Die Hauptaufgabe dieser Kamera Überwachung besteht darin, das Geschehen festzuhalten und gleichzeitig abschreckend zu wirken. So soll die Kriminalität zurückgehen. Kommt es dennoch zu einer Straftat, können die aufgezeichneten Bilder der Überwachungskamera ausgewertet und möglicherweise dadurch sogar der Täter gefasst werden. Zumindest aber lässt sich der Tathergang rekonstruieren, der für die weiteren Ermittlungen von Bedeutung ist. Zum Teil können Täter auch durch die Überwachungskamera an öffentlichen Plätzen überführt werden, obwohl die eigentliche Straftat anderswo stattfand. Damit helfen die Kameras auch bei der Verfolgung eines Fluchtwegs. Ebenfalls wird die Überwachungskamera auf privatem Gelände, etwa auf Supermarktparkplätzen, in Großmärkten oder Wohnanlagen eingesetzt.

Überwachungskamera zum Einbruchschutz

Der wohl wichtigste Grund, der für den Einsatz einer Überwachungskamera spricht, ist der Einbruchschutz. Im Rahmen der Heimüberwachung soll die Kamera Haus und Hof schützen und den Täter dingfest machen, sollte es doch einmal zum Einbruch gekommen sein. Wie wichtig dieses Thema ist, beweist ein Blick auf die Einbruchstatistiken: Alle vier Minuten findet demnach in Deutschland ein Einbruch statt. 2012 wurden mehr als 61.000 Einbrüche tagsüber registriert, so dass die Aussage, Einbrecher schlagen nur bei Dunkelheit zu, nicht mehr greift.

Wann wird die Überwachungskamera zum Einbruchschutz verwendet?

In der Regel kommt eine Überwachungskamera zum Einbruchschutz in folgenden Fällen zum Einsatz:

  • Gebäude liegt in einem sozialen Brennpunkt.
  • Im Gebäude lagern wertvolle Gegenstände oder Daten.
  • Es ist bereits einmal ein Einbruch verübt worden und die Heimüberwachung soll das Sicherheitsgefühl stärken.
  • Es kommt zu Bedrohungen am einsam gelegenen Grundstück, wo die Kamera Überwachung wiederum abschreckend wirken kann.
  • Bewohner des Hauses sind aus beruflichen oder persönlichen Gründen längere Zeit abwesend und wollen ihr Heim in Sicherheit wissen.
  • Einsatz der Überwachungskamera außen als Präventivmaßnahme.

Sinnvoll ist die Heimüberwachung allemal. Statistisch gesehen, kann die Kamera Überwachung bis zu 90 Prozent der Einbrüche oder anderer Straftaten, wie Drogenhandel oder Gewalttaten, verhindern. Bis zu 95 Prozent der dennoch verübten Straftaten können dank Überwachungskamera aufgeklärt werden.

Überwachungskamera zur Prozessbeobachtung

Im industriellen Bereich kann die Überwachungskamera ebenfalls zur Prozessbeobachtung genutzt werden. Hierbei geht es vor allem darum, bestimmte Prozesse zu beobachten. Geht etwas nicht seinen geregelten Gang, kann der Grund dafür in den aufgezeichneten Bildern der Überwachungskamera nachgewiesen werden. So lassen sich Fehler zurückverfolgen, analysieren und für die Zukunft vermeiden. In einigen Bereichen ist eine Kamera Überwachung sogar vorgeschrieben. So sehen die Unfallverhütungsvorschriften diese für Banken, Spielotheken und Casinos vor.

Weitere Einsatzgebiete der Überwachungskamera

Darüber hinaus kann die Überwachungskamera genutzt werden, um etwa Pflegebedürftige zu überwachen. So kann frühzeitig eingegriffen werden, wenn der Pflegebedürftige in Gefahr gerät. Auch bei der Überwachung des Nachwuchses ergänzt die Überwachungskamera mittlerweile immer häufiger das Babyphon. Im Rahmen der Tierbeobachtung, etwa zur Verhaltensforschung, finden Überwachungskameras außen ihren Einsatzbereich.

Überwachungskamera Attrappe – wie gut ist der Schutz?

Viele Eigenheimbesitzer entscheiden sich auch bewusst, gut sichtbar eine Überwachungskamera Attrappe anzubringen. Die Kosten sind niedrig und die abschreckende Wirkung erscheint auf den ersten Blick ebenfalls gegeben. Allerdings gibt es hier einige Fallstricke: Am Markt sind nur wenige Modelle vorhanden, die den Tätern wohl bekannt sind. Daher geht die abschreckende Wirkung in den meisten Fällen verloren.

Blinkende Überwachungskamera Attrappen verraten sich selbst

Ein weiteres Problem bei den Attrappen: Viele der Modelle sind mit einem blinkenden Licht ausgestattet. Das ist jedoch für Einbrecher ein klarer Hinweis darauf, dass es sich lediglich um eine Attrappe handelt. Denn echte Überwachungskameras blinken generell nicht. Ebenso wenig geeignet sind Modelle, die dauernd nach rechts und links schwenken, da dies bei echten Modellen nicht vorkommt. Eine genaue Aufzeichnung ist bei so starken und häufigen Bewegungen schlicht nicht möglich.

Besser Leergehäuse statt Attrappe verwenden

Wer dennoch auf die Überwachungskamera Attrappe nicht verzichten will, sollte auf Leergehäuse setzen. Diese werden von vielen Anbietern hochwertiger Überwachungskamera Systeme angeboten. Sie sehen täuschend echt aus. Lediglich das Innenleben muss dem einer echten Überwachungskamera nachempfunden werden. Auch sollten Kabel angeschlossen werden, um den „Echtheits-Effekt“ noch zu erhöhen. Sinnvoll kann es außerdem sein, LEDs zu integrieren und sie anzuschließen. Diese glimmen bei Dunkelheit leicht rötlich und wirken dann wie eine echte Outdoor Überwachungskamera und sind tagsüber ebenfalls gut zu erkennen. Der Stromverbrauch liegt zudem nur bei wenigen Watt.

Überwachungskamera mit Aufzeichnung wählen

Wer sich dagegen für eine echte Überwachungskamera außen entscheidet, sollte ein Modell mit Aufzeichnung wählen. Die Aufzeichnung erfolgt dabei regelmäßig über Langzeitrekorder, an die die Kameras angeschlossen werden. Diese sind sowohl für Funk Überwachungskameras, als auch für IP Überwachungskameras oder die WLAN Kamera Outdoor erhältlich. Wer sich nicht nur für eine einzelne Überwachungskamera außen interessiert, sondern eine komplette Anlage zur Heimüberwachung wählt, findet zentrale Langzeitrekorder. Sie können die Aufnahmen von einer bis zu 32 Kameras übernehmen.

Was passiert bei voller Festplatte?

Wenn die Überwachungskamera mit Aufzeichnung auf Festplatte gewählt wird, ist die Festplatte irgendwann voll. Das ist zwar nicht so schnell wie bei Speicherkarten der Fall, aber die Aufzeichnungen sind auch nicht unbegrenzt möglich. In diesen Fällen werden in der Regel die ältesten Aufnahmen gelöscht, um Platz für neuere Bilder zu machen. Außerdem können moderne Systeme so eingestellt werden, dass die Bilder nach einer gewissen Anzahl von Tagen gelöscht werden. Das hat den Vorteil, dass auch Datenschutzbestimmungen eingehalten werden können. Wer sich für einen modernen Langzeitrekorder entscheidet, kann diesen auch an das Netzwerk anschließen. So können die aufgezeichneten Bilder live angesehen werden, gleichermaßen wird der Zugriff über das Netzwerk oder via Internet ermöglicht.

Überwachungskamera mit Aufzeichnung auf integrierter Speicherkarte

Wer auf den Langzeitrekorder zur Aufzeichnung verzichten will, findet am Markt auch Überwachungskameras mit Aufzeichnung auf einer integrierten Speicherkarte. Dann ist nicht nur eine SD-Speicherkarte in die Kamera integriert, sondern auch ein so genannter SD-Recorder. Der Vorteil liegt in der Anzahl der Geräte, die installiert werden müssen, da sich diese verringert. Ebenso lassen sich die Aufnahmen durch einfache Entnahme der Speicherkarte gut sichern. Doch Überwachungskameras mit Aufzeichnung auf integrierten Speicherkarten haben auch Nachteile.

Nachteile bei Überwachungskameras mit Aufzeichnung auf Speicherkarte

So müssen die Speicherkarten komplett entnommen werden, um die Bilder auszuwerten. Wird dann keine Ersatz-Speicherkarte eingesteckt, findet keine weitere Aufzeichnung statt. Zudem sind nicht alle Outdoor Überwachungskameras mit allen Speicherkarten kompatibel, häufig ist die Verarbeitung auf Speicherkarten mit geringem Speicherplatz begrenzt. Dieser geringe Speicherplatz, der maximal bei 32 GB liegt, sorgt auch dafür, dass die alten Bilder schneller wieder überschrieben werden müssen.

Eine Überwachungskamera mit Monitor nutzen

Ebenso können Sie sich für eine Überwachungskamera mit Monitor entscheiden. Vor allem im professionellen Bereich werden diese Systeme von Sicherheitskräften eingesetzt. Im Heimbereich kann die Outdoor Überwachungskamera mit Monitor aber ebenfalls sinnvoll sein. Dabei geht es nicht nur um die klassische Videoüberwachung Haustür, sondern ebenso um die Beobachtung des Geschehens. Vor allem Kleinkinder können so beaufsichtigt werden, ohne dass man ständig bei ihnen sein muss. Auch Haustiere können auf diese Weise beobachtet werden, wenn sie alleine sind, um etwa unerwünschte Verhaltensweisen zu entdecken und künftig unterbinden zu können. Die Monitore selbst können dann übrigens ebenfalls an einen Langzeitrekorder angeschlossen werden. So können Sie Live-Bilder betrachten und die Überwachungskamera mit Aufzeichnung auf Festplatte gleichermaßen nutzen.

TFT-Monitor bei Überwachungskameras üblich

In der Regel wird ein System aus IP Überwachungskamera und Monitor mit einem TFT-Monitor ausgeliefert. Dieser kann sieben bis zehn Zoll groß ausfallen. Allerdings gilt die Faustregel: Je größer der Monitor, desto größer auch die Kosten für die gesamte Heimüberwachung. Jedoch finden sich im Handel auch einzeln erhältliche Monitore, die mit einer Funk Überwachungskamera kombiniert werden können. Hier sollten Sie sich aber stets die Risiken vor Augen halten, die gerade Funk Überwachungskameras mit sich bringen.

Nachtsichtfähigkeit für Überwachungskamera ein Muss

Viele moderne Überwachungskameras werben mit ihrer Nachtsichtfähigkeit. Fakt ist: Jede gute Überwachungskamera außen sollte nachtsichtfähig sein, doch die Hersteller übertreiben mitunter gerne. Generell gilt dabei, dass eine Lichtquelle vorhanden ist, um nachts Aufnahmen zu ermöglichen. Dabei unterscheidet man in folgende nachtsichtfähige Überwachungskameras:

  1. Infrarot-Kamera
  2. Wärmebild-Kamera

Überwachungskamera mit Infrarot

Die Überwachungskameras mit Infrarot-Technologie basieren auf eingebauten LEDs. Die Anzahl der LEDs bestimmt, bis zu welcher Entfernung scharfe Bilder aufgenommen werden können. Genau dabei versprechen jedoch manche Hersteller zu viel. So geben sie oft an, die Nachtsichtfähigkeit liege bei 50 Metern mit nur 30 LEDs. Fakt ist jedoch, dass 30 LEDs bei einer modernen HD-Kamera lediglich eine Nachtsichtfähigkeit bis drei Meter zulassen. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss darüber, welche realen Werte angenommen werden können:

Anzahl der eingebauten LEDs

Nachtsichtfähigkeit bis zu einer Entfernung von

30

3 Meter

40

5 Meter

70

10 Meter

100

15 Meter

200

25 Meter

 

Sollen nur Ereignisse, aber nicht einzelne Personen scharf abgebildet werden, kann man von der doppelten Reichweite ausgehen.

Vorteile der Nachtsicht Kamera mit Infrarot

Die LEDs leuchten die Umgebung der Kamera vergleichsweise gut aus, sind dabei aber, abgesehen von einem leicht rötlichen Glimmen, für das menschliche Auge unsichtbar. Damit können hochwertige Modelle, wie eine Abus Kamera, selbst bei Lichtstärke 0 Strecken zwischen vier und bis zu 100 Metern erfassen. Die Lichtstärke 0 zeigt sich für das menschliche Auge übrigens mit völliger, undurchdringlicher Dunkelheit. Auch wenn eine gute Nachtsichtfähigkeit der Kamera erreicht wird, müssen Sie sich nicht um horrende Stromkosten sorgen. Die Energieaufnahme liegt im Regelfall nur bei wenigen Watt.

Die Unterschiede bei Infrarot Nachtsicht Kameras

Sehr günstige Nachtsicht Kameras zur Heim Überwachung mit Infrarot sollten Sie meiden. Sie enthalten meist einen VGA- oder PAL-Chip. Beide Technologien gelten mittlerweile als veraltet. Auch die Lichtempfindlichkeit ist bei zu günstigen Modellen oft sehr gering. Daher können diese nur für den unmittelbaren Nahbereich bis maximal drei Meter eingesetzt werden. Heute finden sich am Markt vor allem HD Kameras als Nachtsicht Kamera, deren Reichweite mindestens vier Meter beträgt.

Ökonomische Nachtsicht Kameras auf Infrarot-Basis

Daneben gibt es so genannte ökonomische Nachtsicht Kameras auf Infrarot-Basis. Diese sind mit einem verbesserten Sensor ausgestattet. Er kann die Infrarot-Dioden in der Nacht bedarfsweise zuschalten. Allerdings sind diese sehr farbempfindlich. Dadurch kann ein leichtes Bildrauschen entstehen. Auch eine gewisse Nachtunschärfe ist denkbar. Sie wird durch die Wellenlänge verursacht, die beim Nachtlicht anders als beim Tageslicht ausfällt. Werden die Dioden überdimensioniert, kann jedoch diese Unschärfe zum Teil wieder ausgeglichen werden. Zusätzlich kann es bei preiswerteren Modellen der Nachtsicht Kameras bei Aufzeichnungen tagsüber zu Farbverfälschungen kommen. Die eigentliche Überwachungsfunktion ist davon allerdings nicht betroffen.

Professionelle Nachtsicht Kameras auf Infrarot-Basis

Bleiben noch die professionellen Modelle der Nachtsicht Kameras auf Infrarot Basis. Sie schalten automatisch von der Tag- in die Nachtsicht um, wobei ein IR-Cut-Filter zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich um einen Sperrfilter für Infrarotstrahlen. Der Sperrfilter ist tagsüber eingeschaltet. In der Nacht schaltet er sich aus, so dass die Infrarotstrahlen aufgezeichnet werden. Tagsüber sind farbige Bilder üblich, über Nacht werden Schwarz-Weiß-Bilder aufgezeichnet. Dadurch ergeben sich mit solch professionellen Kameras etliche Vorteile:

  • Farbrauschen wird durch reinen Schwarz-Weiß-Betrieb über Nacht ausgeschlossen.
  • Die Objektive sind Infrarot-korrigiert, wodurch keine Unschärfe entstehen kann.
  • Im Tagesbetrieb ist keine Infrarot-Empfindlichkeit gegeben, dadurch kommt es nicht zu Farbverfälschungen.
  • Die benötigte Infrarotleistung wird insgesamt reduziert.

Nachtsicht Kamera als Wärmebildkamera

Bleibt noch die Variante der Nachtsicht Kamera als Wärmebildkamera. In der Regel ist diese als Netzwerkkamera ausgeführt. Sie erfasst die Wärmeabstrahlung von Objekten und Personen und wandelt diese in Bilder um. Die Wärmebildkamera kann auch in völliger Dunkelheit und ohne Lichtquelle entsprechende Bilder erzeugen. Allerdings sind die Bilder eben nicht gleichzusetzen mit einem echten Kamerabild, das zur Identifikation von Tätern dient. Zwar kann die Wärmebildkamera auch unter widrigen Witterungsumständen, wie bei Nebel oder Staub Aufzeichnungen durchführen, doch Gesichter lassen sich auf diesen Bildern nicht erkennen. Daher sind Wärmebildkameras nur in Kombination mit einer Nachtsicht Kamera auf Infrarot-Basis sinnvoll.

Vorteile der Wärmebildkamera

Die Wärmebildkamera kann Aufzeichnungen auch bei völliger Dunkelheit durchführen. Zudem bleibt sie absolut unentdeckt, da das rötliche Leuchten, das von klassischen LEDs ausgeht, hier nicht vorhanden ist. Zudem ist der Stromverbrauch extrem niedrig. Trotzdem eignet sich der alleinige Einsatz einer Wärmebildkamera nicht zur Heimüberwachung, da eben die gestochen scharfen und klaren Bilder fehlen, die zur Identifizierung von Personen notwendig sind. Dennoch können sie als Ergänzung zu Infrarot-Kameras eingesetzt werden, insbesondere auf großen Geländen.

 

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